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Tour Date:
Diese Politische Studienreise behandelt die vielschichtigen Verflechtungen zwischen Deutschland und Argentinien entlang der Themen Migration, Kolonialismus und Extraktivismus. Wir begegnen Mapuche, die um ihre angestammten Landrechte gegen Ölkonzerne in Vaca Muerta kämpfen, entdecken jüdische und afro-argentinische Wurzeln in Buenos Aires, gehen den Spuren deutscher Wissenschaftler*innen und Siedler*innen in den Nationalparks Patagoniens nach und fragen dabei immer nach der Rolle deutscher Einwanderung, Wirtschaft und Politik in diesen Prozessen, von der "Rattenlinie" über die Gründung der Nationalparks bis zu heutigen Fracking-Investitionen.
Die Reise verbindet intensive Begegnungen mit politischer Bildung und lässt uns die deutsche Geschichte im globalen Kontext neu und anders verstehen.
Normalpreis
Ermäßigt
Content Left Column:
Einführung: Zwischen Migration und Verflechtung
Trotz geografischer Distanz eng mit Europa und insbesondere Deutschland verbunden, ist Argentinien ein Land, in dem sich Migration, koloniale Gewalt und globale Wirtschaftsverflechtungen bis heute überlagern. Diese politische Studienreise führt von Buenos Aires über die Weiten der Pampa bis nach Patagonien, entlang von Spuren deutscher Geschichte und ihrer Verbindungen zu aktuellen Konflikten um Land, Ressourcen und Erinnerung.
Buenos Aires: Deutsche Spuren und Erinnerungskultur
Im Zentrum stehen Fragen nach Migration und ihren Widersprüchen, nach Vertreibung und kulturellem Erbe sowie nach der Rolle Deutschlands in Vergangenheit und Gegenwart. In Buenos Aires beschäftigen wir uns mit jüdischer Migration, der Militärdiktatur und den Nachwirkungen deutscher Geschichte zwischen Exil und „Rattenlinie“.
Patagonien: Landkonflikte und Ressourcenpolitik
In Patagonien begegnen wir Mapuche-Gemeinschaften, die gegen Fracking auf ihrem Territorium kämpfen, und diskutieren die Verflechtungen mit globalen Wirtschaftsinteressen, an denen auch deutsche Unternehmen beteiligt sind.
Content Right Column:
Koloniale Kontinuitäten im Süden
Zugleich werfen wir einen Blick auf die Geschichte europäischer Siedler:innen im Süden des Landes und fragen, wie eng Vorstellungen von Natur, Nationalparks und „Erschließung“ mit kolonialer Gewalt verbunden sind. Begegnungen mit lokalen Akteur:innen, Gespräche und gemeinsame Reflexionen eröffnen dabei unterschiedliche Perspektiven auf Vergangenheit und Gegenwart.
Begegnungen und Perspektiven vor Ort
Ergänzt wird die Reise durch kulturelle Einblicke – von Musik und Tanz in Buenos Aires bis zu den Landschaften Patagoniens –, in denen sich Geschichte, Migration und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse widerspiegeln.
Info Box:
Anmeldedeadline: 13.11.2026 (danach Anmeldungen nur noch auf Anfrage möglich)
Im reisepreis inbegriffen:
- 13 Übernachtungen in Mittelklassehotels
- Halbpension (Frühstück und abwechselnd Mittag- und Abendessen)
- Begleitung durch deutsch- und spanisch sprechende Reiseleitung
- Sämtliche Eintritte zu Museen und Sehenswürdigkeiten
- Transporte
- Wasser im Bus und bei den Mahlzeiten
Zusätzliche leistungen:
- An- und Abreise mit dem Flugzeug (kann über die Alsharq Reise GmbH gebucht werden)
- Reiseversicherungen (können über die Alsharq Reise GmbH gebucht werden)
- Persönliche Ausgaben für Souvenirs, alkoholische Getränke, etc.
- Trinkgelder und Gastgeschenke
Der Reiseverlauf:
- Individuelle Anreise und Check-in im Hotel bis 16 Uhr
- Begrüßungsrunde mit Vorstellung der Reiseleitung, der Gruppe und der thematischen Schwerpunkte (Migration, Kolonialismus, deutsch-argentinische Verflechtungen)
- Gemeinsames Abendessen zum ersten Kennenlernen
- Stadtführung zu Fuß, um einen ersten Überblick über die Stadt zu gewinnen
- Besuch einer traditionellen Folklore-Peña mit Musik und Tanz; Gespräche über kulturelle Identität mit Künstler*innen und Gästen
- Thematischer Rundgang zu deutschen Migrationsspuren: Jüdische Exilanten, NS-Fluchthelfer und die "Rattenlinie" (Stadtteile San Telmo und Montserrat)
- Besuch der ESMA-Gedenkstätte zur Erinnerung an die Militärdiktatur mit geführter Tour und Zeitzeugenbericht
- Abendlicher Besuch einer queeren Tango-Milonga (z.B. La Marshall) als Ausdruck von Diversität in der Migrationsgesellschaft
- Gespräch mit politischem Bildungsträger zur aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage Argentiniens und der Rolle Deutschlands
- Geführter Rundgang zur Geschichte der Afro-Argentinier*innen und weiteren Migrationsgeschichten in San Telmo und La Boca
- Gemeinsame Reflexionsrunde zu den ersten Eindrücken
- Ganztägiger Reisetag von Buenos Aires nach Neuquén
- Stopp in Santa Rosa in der Pampa mit gemeinsamem Asado-Mittagessen
- Thematischer Input mit lokalen Aktivist*innen zu Ölförderung (Vaca Muerta), Mapuche-Territorien und internationalen (deutschen) Investitionen
- Busfahrt nach Zapala; unterwegs Impuls zur Rolle der Eisenbahn und deutscher Ingenieure bei der "Erschließung" Patagoniens
- Besuch einer Mapuche-Organisation und Gespräch über aktuelle Landkonflikte, Fracking und die Rolle deutscher Firme
- Thematischer Input: Die Gründung der argentinischen Nationalparks als koloniales Projekt und die Rolle deutscher und schweizerischer Wissenschaftler
- Busfahrt über die malerische Ruta de los Siete Lagos
- Ankunft in Bariloche und Stadtrundgang auf den Spuren deutscher Architektur und Siedler*innen; Besuch des Museo de la Patagonia mit Quellenarbeit
Zeit zur freien Verfügung, um die atemberaubende Natur rund um Bariloche zu genießen (Wandern, See, Erholung)
- Exkursion in die Colonia Suiza mit Besichtigung historischer Gebäude und Gespräch zur Siedlungsgeschichte (Mythos vs. Realität)
- Besuch des Nationalpark-Zentrums Nahuel Huapi und kurze Wanderung; Input und Diskussion zum Konflikt zwischen Schutzgebiet und Vertreibung der Mapuche
- Reflexionsrunde: "Wem gehört die Landschaft?"
- Ganztägige, fachlich begleitete Busexkursion entlang der Ruta de los Siete Lagos
- Stopps mit thematischen Blöcken zu Forstwirtschaft, Tourismusentwicklung und Hinweisen auf Mapuche-Gemeinschaften entlang der Route
- Besuch einer Mapuche-Gemeinschaft in der Region Bariloche
- Gespräch mit Vertreter*innen über aktuelle Landkämpfe, Selbstverwaltung und das Verhältnis zur Siedlergeschichte
- Abschließende Zwischenreflexion in der Gruppe: Patagonien im Gesamtkontext der Reise
- Rückflug von Bariloche nach Buenos Aires
- Geführter Rundgang durch das jüdische Viertel Once mit Expert*innen; Besuch der Synagoge und Gespräch über Einwanderung, Verfolgung und Erinnerungskultur (u.a. AMIA-Anschlag)
- Freizeit für letzte Einkäufe und Erholung
- Abschlussreflexion im Kreis der Gruppe
- Gemeinsames Despedida-Abendessen mit kulinarischem Rückblick auf Argentinien
Die Reise endet nach dem Frühstück








Reisehinweise Ende:
Die Alsharq Reise GmbH behält sich vor, die Reise bei zu geringer Teilnehmendenzahl abzusagen. Wir empfehlen daher, mit der Flugbuchung auf die endgültige Zusage der Reisedurchführung seitens Alsharq zu warten. Bei Fragen schreibt uns bitte eine Email oder ruft uns an.




