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Myanmar - Am Ende der Aufbruchstimmung?
Es gleicht einem politischen Wunder: 2011 leitete die burmesische Militärregierung die Demokratisierung Myanmars ein. Nach einem halben Jahrhundert eiserner Militärherrschaft gaben die Generäle ohne eine blutige Revolution die Macht an das Volk ab. Das bis dahin von der Außenwelt abgeschottete südostasiatische Land öffnete sich, die Aufbruchstimmung war groß. An der Spitze der Demokratie-Bewegung steht nach wie vor Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, ihr Image leidet international jedoch immer mehr. Das Demokratie-Märchen hat Risse bekommen: In mehreren Teilstaaten ist der Bürgerkrieg aufgeflammt, die Wirtschaftsentwicklung bleibt hinter den Erwartungen zurück und die neue Regierung kämpft mit sich selbst, den Generälen und dem repressiven Erbe der Militärregierung. In Myanmar wird jeden Tag um Demokratie gerungen.
Religiöse Spannungen nur eine der Herausforderungen im Demokratisierungsprozess
Die Reise beginnt in Myanmars Metropole Yangon, wo wir eintauchen werden in die politischen Hintergründe und den aktuellen Zustand der Demokratisierung. Wir besuchen die Veteranen der Studentenrevolution von 1988, die sich gerade darauf vorbereiten, eine Oppositionspartei zu Aung San Suu Kyis Nationaler Liga für Demokratie aufzubauen. Bei einer Führung durch die Shwedagon Pagode werden wir die Bedeutung des Buddhismus für die Myanmaren entdecken und erfahren, mit welchen Schwierigkeiten die religiöse Minderheit der Muslime zu kämpfen hat. Im Drug Elimination Museum gehen wir der Frage nach, wie das Drogenproblem, der Bürgerkrieg und Religion in Myanmar zusammenhängen. Das Land ist der zweitgrößte Opium-Produzent der Welt.
Von Yangon aus machen wir uns nach drei Tagen auf die Reise nach Hpa-An, wo Kalksteinfelsen und Reisterrassen den mächtigen Strom Salween säumen. Wer möchte, kann den Mt. Zwegabin erklimmen, die zahlreichen Höhlentempel erkunden oder eine Fahrradtour unternehmen. Hpa-An ist als Zentrum der ethnischen Minderheit der Kayin ein interessanter Ort, um mehr über den Konflikt zwischen den Ethnien und der Zentralregierung zu erfahren. Von Hpa-An aus machen wir uns auf den Weg zur wichtigsten Pilgerstätte von Myanmars Buddhistinnen und Buddhisten: dem Golden Rock, der in einem vierstündigen Fußmarsch zu erreichen ist oder in einer abenteuerlichen Fahrt per Truck erreicht werden kann.
Vom Golden Rock aus geht es in die Hauptstadt Nay Pyi Taw, die sich die Generäle 2005 als überdimensioniertes Monument errichtet haben. Mit der demokratischen Regierung ist ein bisschen mehr Leben in die künstliche Geisterstadt eingezogen. Wir werden das Parlament besuchen und uns mit Politikern treffen, von denen viele auf eine Vergangenheit als politische Gefangene zurückblicken.
Nach Nay Pyi Taw fahren wir in die Tempelstadt Bagan, die demnächst Weltkulturerbe werden könnte. Mit E-Bikes oder dem Fahrrad geht es durch die wilde Landschaft aus tausenden Tempeln, die zum Sonnenauf- und untergang unvergessliche Szenen bieten. Wer möchte, kann die Landschaft auch aus dem Heißluftballon bestaunen.
Von Bagan aus fliegen wir in den hohen Norden, in den Teilstaat Kachin, wo eine christliche Minderheit seit Jahrzehnten mit der Zentralregierung und dem Militär im Zwist liegt. Ohne den Bürgerkrieg und die Ausbeutung durch das Militär könnte Kachin eine der reichsten Gegenden Myanmars sein. Vier Autostunden von der charmanten Hauptstadt Myitkyina mit ihren vielen Cafés und Restaurants am Flußufer werden wir den Indawgyi See besuchen. Das Reservat gilt als eines der unberührtesten Reiseziele in Myanmar, wo wir uns mit den Themen Umwelt und Ressourcen beschäftigen und dabei die Natur erkunden werden.
Zurück in Yangon steht zum Abschluss der Reise die Stadtentwicklung Yangons mit seinem charmant-maroden kolonialen Altsstadtkern sowie die aufblühende Kunst- und Kulturszene auf dem Plan.
An wen richten sich Alsharq-Reisen?
Die Reise richtet sich an aufgeschlossene, kulturell und politisch interessierte Menschen jeden Alters. Ideen zur aktiven Mitgestaltung der Reise sind herzlich willkommen. Wir erhoffen uns von den Reisen, dass sie den Teilnehmenden als Anregung für den Ausbau ihres politischen bzw. zivilgesellschaftlichen Engagements dienen und sie das Erlebte weitertragen.
Inklusive Leistungen
- Reiseleitung
- 14 Übernachtungen in Mittelklassehotels oder Gästehäusern (Doppelzimmer)
- Halbpension und nicht-alkoholische Getränke (Frühstück und Abendessen)
- Alle Transfers während der Reise (außer Flughafentransfer Yangon Airport - Yangon Stadt und zurück)
- Wasser während der ganzen Reise
- Das ganze Besichtigungsprogramm gemäß Reisebeschreibung, inklusive aller Eintritte
- E-Bikes oder Fahrräder in Bagan
- Kosten für lokale Tourguides
- Trinkgelder
Zusätzliche Kosten
- An- und Abreise mit dem Flugzeug (Informationen siehe weiter unten und hier)
- EInzelzimmerzuschlag
- Reiserücktrittsversicherung (siehe hier)
- Visum (Informationen siehe weiter unten)
- Mittagessen, es besteht jeden Tag die Möglichkeit zu günstigen Preisen landestypisch zu essen
- Persönliche Ausgaben vor Ort (z.B. alkoholische Getränke, optionale Balloon-Fahrt in Bagan)
- (Individueller) Transfer Yangon Flughafen - Hotel und zurück (max. 7 Euro pro Strecke und Taxi)
Normalpreis
Ermäßigt
Der Reiseverlauf:







